Das Wichtigste beim Beantragen eines Personalausweises ist natürlich, dass man sich an die richtige Behörde wendet. In Deutschland sind das regelmäßig die Ordnungsämter am jeweiligen Wohnort, denn nur die Behörden am Hauptwohnsitz sind berechtigt einen Personalausweis für die Bürger/innen im eigenen Wohngebiet auszustellen. Wenn aber zum Beispiel Bürger X in München wohnt, die Woche aber in Hamburg arbeitet und da seine Nebenwohnung gemeldet ist, kann Bürger X bei der zuständigen Behörde in Hamburg auch einen Personalausweis beantragen. Dieser wird dann aber unverzüglich nach München weitergeleitet, weil da der Hauptwohnsitz ist (§ 4 Abs. 1 Personalausweisgesetz NRW).
Einen Personalausweis kann man natürlich nicht online beantragen, weil man zur Behörde muss, um die eigene Identität prüfen zu lassen. Einen deutschen Personalausweis bekommen nur deutsche Staatsbürger.
Was man zum Beantragen für den Personalausweis mitbringen muss, ist in erster Linie die Geburtsurkunde und/oder das Familienstammbuch und das Foto, das man möglichst von einem Profi erstellen lässt.
Das ist in der Regel zwar etwas teuerer als ein Fotoautomat, entspricht aber viel eher den Anforderungen der Behörde. Damit spart man sich auch mehrere Male Fotos machen zu müssen. Wer bisher ausländische Ausweise oder Reisepässe hatte, muss diese natürlich auch mit zur Behörde bringen, um seinen Personalausweis zu beantragen.
Bei Einbürgerungen ist es auch sehr wichtig, dass man die Einbürgerungsurkunde mitnimmt. Denn nur mit diesem Dokument, kann man dann belegen, dass man zum Führen eines deutschen Personalausweises berechtigt und verpflichtet ist. Die Gebühren die man beim Beantragen eines Personalausweises bezahlen muss, können in jeder Gemeinde unterschiedlich sein. Deshalb sollte man sich schon vor der Antragstellung darüber informieren, wie hoch die jeweilige Gebühr ist.
„Das Ende ist nah für den graubraungrünen laminierten Lappen.“ Ab November 2010 soll der Personalausweis klein wie eine Scheckkarte sein.
Der Preis für den neuen Ausweis steht noch nicht fest. Der Preis für den Reisepass von heute 59 Euro, soll aber laut Schäuble nicht erreicht werden. Gelten soll die neue Karte im Regelfall weitere zehn Jahre.
Der neue Personalausweis ist bereits beschlossene Sache. Der Ausweis soll ab 2010 insbesondere Internetgeschäfte, Überweisungen und Behördengänge erleichtern.
Anders als beim Reisepass ist der Besitz eines Personalausweises für jeden Deutschen ab einem Alter von 16 Jahren Pflicht. Digitales Foto im Personalausweis wird ebenso Pflicht sein.
Der neue Personalausweis wird ein digitales Foto enthalten. Dieses digitale Foto im Personalausweis ist obligatorisch, da es die Fälschungssicherheit des Personalausweises erhöhen soll.
Wie beim Reisepass wird ein biometrisches Lichtbild digital auf einem Chip im Ausweis gespeichert. Darauf sollen nur Polizei und Grenzer Zugriff haben. Im Zweifel kann bereits daraus mit besonderen Lesegeräten eindeutig geklärt werden, ob derjenige, der den Ausweis hinhält, auch der rechtmäßige Besitzer ist.
Wer umzieht, muss zu der zuständigen Behörde, um die neue Adresse auf dem Chip zu speichern und wie bisher den sichtbaren Aufdruck überkleben zu lassen.
Keine Verpflichtung besteht hingegen für die digitale Speicherung von Fingerabdrücken auf dem neuen Personalausweis.
Eine freiwillige Speicherung der Fingerabdrücke auf dem Personalausweis ist aber möglich. In diesem Fall werden die Fingerabdrücke der beiden Zeigefinger auf dem Personalausweis gespeichert.
Auf dem Ausweis-Chip sind Daten wie Name, Adresse und Geburtsdatum gespeichert, die mit einem Zusatzgerät am Computer und einer Geheimnummer (PIN) ausgelesen und einem Online-Geschäftspartner übermittelt werden können. Damit soll man bei der Bank oder einem Versandhändler eindeutig nachweisen können, wer man ist. Immer wieder wechselnde PIN, TAN und Passwörter sollen damit weitgehend der Vergangenheit angehören. Wer den Internet-Ausweis nutzen will, muss zudem noch das Lesegerät anschaffen. Der Preis dafür ist ebenfalls noch offen.